Deutsche Bank

Personalbericht 2015

Eine starke Unternehmens­kultur für eine bessere Bank

Eine starke Unternehmenskultur bleibt für den langfristigen Erfolg und die Beziehungen der Deutschen Bank zu ihren Stakeholdern unerlässlich.

Seit dem Jahr 2013 setzt die Bank verschiedene Instrumentarien ein, um ihre Unternehmenskultur zu stärken: Das Senior Management setzt den Ton und lebt die Kultur vor; Mitarbeiter auf allen Ebenen werden eingebunden; die Werte und Überzeugungen in den Personalprozessen verankert; sowie geschäftliche Prozesse, Verfahren und Richtlinien an diese angepasst. Damit einher geht ein verstärktes Augenmerk auf Kontrollen und mehr Verantwortung des Einzelnen.

Verankerung der Werte in geschäftlichen Prozessen, Verfahren und Richtlinien

Seit Bekanntgabe der Strategie 2020 im April 2015 hat die Bank deren Umsetzung zügig vorangebracht. Dazu hat sie die Werte und Überzeugungen erfolgreich mit ihrer Strategie verknüpft. Zu den bereits angestoßenen Veränderungen gehören eine stärker fokussierte regionale Präsenz, ein einfacheres Produktangebot und ein sorgfältiger Ansatz bei Entscheidungen, mit welchen Kunden die Bank langfristig Beziehungen unterhalten möchte. Weitere Informationen: Kapitel Strategie 2020 (Geschäftsbericht 2015)

So hat sich die Deutsche Bank entschlossen, ihre Geschäftsaktivitäten in zehn Ländern und in bestimmten Produktkategorien zu beenden sowie ihr Engagement in einzelnen Kundensegmenten, wie beispielsweise Investmentbanking in Russland, einzuschränken. Die Prozesse zur Genehmigung neuer Produkte wurden verschärft sowie die Eignung bestehender Produktkategorien für verschiedene Kundensegmente überprüft. Im Anschluss wurden auch die Know-your-Customer (KYC)- und Aufnahmeprozesse für Neukunden sorgfältig geprüft. All diese Maßnahmen dienen der kontinuierlichen Verankerung der Werte Integrität, nachhaltige Leistung, Kundenorientierung und Disziplin.

Die Werte und Überzeugungen als Bestandteil aller Personalprozesse

Ein Schwerpunkt der Personalarbeit liegt auf der Verankerung der Werte und Überzeugungen in den Personalprozessen – von der Rekrutierung über die Leistungsbeurteilung und die Mitarbeiterentwicklung bis hin zu Beförderungs- und Vergütungsverfahren. Im Jahr 2015 erweiterte und standardisierte die Bank ihre Prozesse und Richtlinien für die Rekrutierung von Mitarbeitern und die Empfehlung von Kandidaten. So soll sichergestellt werden, dass neue Mitarbeiter die gewünschten Verhaltensweisen zeigen und die Unternehmenswerte leben. Zudem wurde im zweiten Jahr in Folge bei der jährlichen Leistungsbeurteilung gleichermaßen berücksichtigt, „wie“ Mitarbeiter an ihre Arbeit herangehen und die Werte in der Praxis umsetzen, und nicht nur, „was“ für Ergebnisse sie erzielen.

Die Deutsche Bank legt großen Wert darauf, dass die Leistung von Mitarbeitern ganzheitlich betrachtet wird, Vorgesetzte regelmäßig Feedback geben und notwendige Entwicklungsmaßnahmen daraus abgeleitet werden. Alle Programme zur Talententwicklung beinhalten eine wesentliche Komponente zur Unternehmenskultur. Bei Beförderungsentscheidungen für Mitarbeiter berücksichtigen Führungskräfte nun standardmäßig auch, wie diese die Werte und Überzeugungen im Alltag umsetzen.

Ein effizientes Management von Konsequenzen aus Fehlverhalten sowie Eskalations- und Sanktionsverfahren sind ebenfalls grundlegende Voraussetzungen für eine erfolgreiche Verankerung des Kulturwandels. Aus diesem Grund wurden Prozesse und Verfahren verbessert und standardisiert und klare Eskalationsmechanismen eingeführt, um die Einhaltung von Compliance-Richtlinien zu überwachen sowie Fehlverhalten zu untersuchen und sanktionieren.

Vergütungsentscheidungen für Material Risk Taker – gemäß der Capital Requirements Directive IV der Europäischen Union sind das Mitarbeiter, deren Tätigkeit das Gesamtrisikoprofil der Bank beeinflusst – erfordern die angemessene Berücksichtigung und Dokumentation von Verhaltensfaktoren. Zur weiteren Stärkung der Kontrollumgebung wird die (positive oder negative) Einschätzung der bankweiten Kontrollfunktionen zu allen Material Risk Takern bei Entscheidungen zu deren Vergütung berücksichtigt. Weitere Informationen: Vergütungsbericht 2015