Deutsche Bank

Personalbericht 2015

Anpassung des Vergütungsmodells an sich wandelnde Anforderungen

Die geeignetsten Mitarbeiter zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden, steht im Mittelpunkt der Vergütungsstrategie der Deutschen Bank. Kernelement dabei ist die leistungsgerechte Vergütung auf der Grundlage eines soliden Rahmens für Risikosteuerung und Kontrollen unter Berücksichtigung von Marktfaktoren sowie gesellschaftlichen Werten. Da die Bank ihren Vergütungsansatz mit den sich wandelnden externen und internen Erwartungen in Einklang bringen möchte, werden die Vergütungsstrukturen regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst.

Vor diesem Hintergrund beschloss die Deutsche Bank, die Gesamtvergütung der Mitarbeiter für das Geschäftsjahr 2015 erst im März 2016 statt im Februar bekannt zu geben. Damit sorgt die Bank für eine größere Transparenz der Vergütungsentscheidungen und verfügt über mehr Zeit, um die Geschäftsentwicklung des Gesamtjahres zu beurteilen. Dies trägt auch dazu bei, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Mitarbeiter- und Aktionärsinteressen zu erzielen.

Vergütung an Leistung und Umsetzung der Unternehmenskultur koppeln

Die Deutsche Bank knüpft die Vergütung von Mitarbeitern auf allen Ebenen und in allen Bereichen des Unternehmens an deren Leistung und Verhaltensweisen. Dazu werden zahlreiche Faktoren berücksichtigt, unter anderem das Geschäftsergebnis der Bank und des jeweiligen Bereichs sowie die Leistung des einzelnen Mitarbeiters. Im Einklang mit regulatorischen Anforderungen müssen Führungskräfte von Mitarbeitern in leitenden Funktionen bestätigen, dass sie bei Entscheidungen zur jährlichen variablen Vergütung alle relevanten Leistungs- und Risikokennzahlen sowie sonstige, eigens auf ihren Arbeitsbereich zugeschnittene Leitlinien sorgfältig geprüft und berücksichtigt haben. Darüber hinaus müssen Führungskräfte gegebenenfalls erläutern, wie die (quantitativen und qualitativen) Vergütungskennzahlen ihre Entscheidung beeinflusst haben. Dies ist insbesondere im Hinblick auf Material Risk Taker sowie in Fällen von Verhaltensverstößen wichtig.

In einem sich stetig weiterentwickelnden globalen Regulierungsumfeld lag der Fokus 2015 weiterhin auf der Erfüllung aufsichtsrechtlicher Anforderungen auf zahlreichen Gebieten. Dazu zählten die:

  • Entwicklung und Umsetzung eines überarbeiteten, nachhaltigen Prozesses für die Identifizierung der Material Risk Taker gemäß CRD IV; dazu gehört auch kontinuierlich sicherzustellen, dass die Vergütungsstrukturen für identifizierte Mitarbeiter in der Bank den aufsichtsrechtlichen Anforderungen entsprechen;
  • anhaltende Weiterentwicklung der Anforderungen zur Vergütungs-Governance innerhalb der Bank, darunter jene zur angemessenen Governance und Dokumentation subdivisionaler und individueller Vergütungsentscheidungen;
  • fortgesetzte aktive Mitgestaltung des aufsichtsrechtlichen Umfelds durch Teilnahme an Konsultationen und direktes Feedback an Aufsichtsbehörden sowie Arbeitgeber- und Branchenverbände.

Im Jahr 2015 überarbeitete die Bank ihr Vergütungsrahmenwerk und führte dieses im Januar 2016 ein. Damit sollen Vergütung und Leistung besser in Einklang gebracht und nachhaltige Leistung auf allen Ebenen der Bank gefördert werden. Das neue Rahmenwerk sieht für außertarifliche Mitarbeiter Referenzquoten für das Verhältnis von fixer zu variabler Vergütung je nach Verantwortungsstufe und Geschäftsbereich bzw. Infrastrukturfunktion vor. Zusätzlich soll die variable Vergütung ab 2016 aus zwei Komponenten bestehen. Die erste, eine Gruppenkomponente, bezieht sich auf die Konzernergebnisse und verknüpft damit die individuelle Gesamtvergütung enger mit der Gesamtleistung der Deutschen Bank. Dies trägt der Tatsache Rechnung, dass jeder Mitarbeiter zu den Unternehmensergebnissen beiträgt. Die zweite, eine individuelle Komponente, ist diskretionär und wird für die Leistung des einzelnen Mitarbeiters vor dem Hintergrund des divisionalen Ergebnisses gewährt. Weitere Informationen: Eine Botschaft von John Cryan und Karl von Rohr zum neuen Vergütungsrahmenwerk der Deutschen Bank